GEMA reicht Unter­las­sungsklage gegen YouTube beim Amtsgericht München ein

Vor gut zwei Wochen gab die GEMA bekannt, dass man die Verhand­lungen mit YouTube abgebrochen hätte, weil man sich nach etlichem hin und her nicht einigen konnte. Die GEMA verlangt eine Per-Stream-Minimum­ver­gütung in Höhe von 0,375 Cent, YouTube will diese aber nicht zahlen. Statt­dessen möchte man lieber eine prozentuale Summe zahlen, da YouTube sonst „alle unwirt­schaft­lichen Videos von der Plattform verbannen“ müsste. Aktuell geht es aber nicht um die Vergütung, sondern um die Sperrseite, welche YouTube auf vielen Videos geschaltet hat. Darin heißt es: „Leider ist dieses Video in Deutschland nicht verfügbar, da es Musik enthalten könnte, für die die Gema die erfor­der­lichen Musik­rechte nicht eingeräumt hat.“ Kennt sicherlich jeder. 

Bildschirmfoto-2013-01-15-um-10.17.24

GEMA-Chef Harald Heker bezeichnet den Hinweistext als „reine Stimmungsmache“ – immerhin habe die GEMA keine Videos sperren lassen oder ähnliches, sondern YouTube wolle einfach nicht den gefor­derten Betrag zahlen. Die Schuld bei der GEMA zu suchen, wie es der Text suggeriert, wäre falsch – YouTube sperre mehr Videos, als die GEMA fordern würde. Aus dem Grunde hat man nach der Androhung vor rund zwei Wochen nun eine Unter­las­sungsklage vor dem Amtsgericht München einge­reicht. Egal, wie die Sache ausgeht und wer hier wem den schwarzen Peter zu schiebt: Solange die beiden Parteien sich nicht einigen können, sind weder YouTube noch die GEMA die dummen, sondern die Nutzer. Wie so oft… (Quelle, via)